Die US-Regierung hat scharfe Kritik an einem Milliardenkredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) für den europäischen Flugzeugbauer Airbus geäußert. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer schlug in diesem Zusammenhang Alarm und zeigte sich besorgt über die Finanzierung. Es handelt sich bei der Unterstützung durch die EIB um einen Rekordkredit.
Im Zentrum der US-amerikanischen Kritik steht die Sorge um den fairen Wettbewerb in der Luftfahrtindustrie. Jamieson Greer befürchtet konkret eine Benachteiligung des US-amerikanischen Konzerns Boeing durch die staatlich gestützte Finanzierung von Airbus. Die USA sehen in dem Kredit einen unzulässigen Vorteil für das europäische Unternehmen.
Die diplomatischen Spannungen zwischen den USA und der Europäischen Union verschärfen sich durch diesen Vorgang erheblich. Greer droht nun indirekt damit, den ohnehin brüchigen Handelsfrieden zwischen den beiden Handelspartnern aufzukündigen. Damit stünden bestehende Vereinbarungen zur Vermeidung von Handelsstreitigkeiten auf dem Prüfstand.
Dieser Konflikt markiert einen neuen Höhepunkt in dem langjährigen Streit über Subventionen im Flugzeugbau. Die US-Regierung unter Trump nutzt die Position ihres Handelsbeauftragten, um Druck auf die EU auszuüben. Die Entscheidung der EIB könnte somit weitreichende Folgen für die transatlantischen Handelsbeziehungen haben.



